Ein Fall aus der Praxis zur Veranschaulichung: In einem Unternehmen wurden neue Fenster eingebaut. Nach Beendigung der Arbeiten wurde dem Unternehmen die Schlussrechnung zugestellt. Die Buchhaltungsabteilung kam der Aufforderung nach und bezahlte den ausstehenden Betrag. Einige Zeit später wurde das Unternehmen vom Fensterbauer kontaktiert und darauf hingewiesen, dass die Rechnung noch offen sei. Bei der Klärung des Sachverhalts stellte sich heraus, dass die Rechnung, die das Unternehmen erhalten hatte, manipuliert worden war und die Zahlungsinformationen geändert wurden. Da der Verdacht auf einen Cyberangriff bestand, untersuchten die Cyberforensiker die Systeme, die E-Mails, E-Mail-Server sowie das Rechnungs-PDF. Es stellte sich heraus, dass der E-Mail-Server des Unternehmens kompromittiert worden war, wodurch die E-Mail vom Angreifer abgefangen und manipuliert werden konnte.