Malvertising

Malvertising (eine Kurzform von „malicious advertising“) bezeichnet eine Methode, bei der Online-Werbeanzeigen gezielt zur Verbreitung von Schadsoftware (Malware) missbraucht werden. Die Anzeigen wirken auf den ersten Blick harmlos und erscheinen häufig sogar auf seriösen Webseiten, enthalten jedoch versteckten Schadcode.

 

Was ist Malvertising genau?

Beim Malvertising schalten Cyberkriminelle manipulierte Werbeanzeigen über gängige Werbenetzwerke. Diese Anzeigen werden dann auf vielen verschiedenen Webseiten ausgespielt – oftmals ohne Wissen der Seitenbetreiber. Die schädliche Funktion kann entweder durch einen Klick aktiviert oder automatisch ausgelöst werden, etwa wenn die Anzeige angezeigt wird und das System eine ungepatchte Sicherheitslücke aufweist.

Zu den möglichen Auswirkungen gehören:

  • Infektion mit Malware (z. B. durch Drive-by-Downloads)

  • Weiterleitung auf betrügerische oder gefälschte Webseiten

  • Darstellung manipulierter Warnungen („Ihr Gerät ist infiziert“)

  • Auslesen oder Abgreifen von Zugangsdaten

 

Wo begegnet mir Malvertising im Arbeitsalltag von KMU?

Malvertising kann im Büroalltag an vielen Stellen auftreten – insbesondere dort, wo Mitarbeitende im Internet surfen:

  • Auf Nachrichtenportalen, Fachseiten oder Blogs, die Werbeanzeigen einbinden

  • Beim Besuch von Online-Tools oder Diensten, die durch Werbung finanziert werden

  • In Suchergebnissen, bei denen gekaufte Anzeigen eingeblendet werden

  • In kostenlosen Anwendungen, die über eingebettete Werbung finanziert sind

 

Gerade in KMU, wo private und berufliche Internetnutzung manchmal vermischt wird, ist die Gefahr besonders groß, versehentlich auf schädliche Inhalte zu stoßen.

 

Was kann ich tun, um mich zu schützen?

Um das Risiko durch Malvertising zu verringern, sollten Unternehmen und Mitarbeitende folgende Maßnahmen umsetzen:

  • Software regelmäßig aktualisieren (Betriebssystem, Browser, Plugins)

  • Werbeblocker (Ad-Blocker) im Browser einsetzen, um schädliche Anzeigen zu unterdrücken

  • Nur offizielle und vertrauenswürdige Quellen für Software und Downloads nutzen

  • Antiviren- und Sicherheitssoftware verwenden, die Webseiten und Downloads prüft

  • Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Cyberrisiken und betrügerische Online-Werbung

  • Verdächtige Webseiten meiden, insbesondere bei ungewöhnlich günstigen Angeboten oder auffälligen Werbebotschaften