Ein Angriffsvektor bezeichnet den Weg oder die Methode, über den ein Cyberangriff auf ein System oder ein Unternehmen erfolgt. Es ist das Einfallstor, das Angreifende nutzen, um unerlaubt Zugang zu Daten, Netzwerken oder Systemen zu erhalten.
Angriffsvektoren können sowohl technische Schwachstellen als auch menschliches Verhalten betreffen. Typische Beispiele sind:
Phishing-E-Mails: Nutzer werden zur Preisgabe von Passwörtern verleitet
Offene Ports: Dienste, die ungeschützt über das Internet erreichbar sind
Schwachstellen in Software: z. B. veraltete Betriebssysteme oder Anwendungen
Gestohlene Zugangsdaten: durch Leaks oder unsichere Passwörter
Malware-Anhänge in E-Mails oder Downloads
Infizierte USB-Sticks oder andere externe Geräte
Im Alltag von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) treten Angriffsvektoren oft auf:
Wenn Mitarbeitende ungeprüfte Anhänge öffnen
Wenn kein Patch-Management betrieben wird
Wenn Passwörter mehrfach und ungesichert verwendet werden
Wenn externe Dienstleister unsichere Verbindungen nutzen
Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden (z. B. gegen Phishing)
Aktuelle Sicherheitsupdates für alle Systeme und Software
Firewall und Netzwerküberwachung
Starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung
Zugriffsrechte nach dem Prinzip „Need to Know“
Fazit: Jeder Angriffsvektor ist eine potenzielle Schwachstelle. Wer sie erkennt und absichert, reduziert das Risiko für Cyberangriffe erheblich.